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Joachim Bauer_Arbeit

Evolutionär gesehen, ist die menschliche Arbeit – jedenfalls das was wir mit dem Wort „Arbeit“ heute bezeichnen – ein relativ junges Phänomen. Natürlich mussten Menschen und ihre evolutionären Vorfahren seit jeher etwas für ihren Lebenserhalt tun, also z. B. für Nahrung und sichere Schlafplätze sorgen. Arbeit im heute verwendeten Sinn des Wortes meint jedoch Tätigkeiten innerhalb eines arbeitsteiligen Wirtschaftssystems, sie nahm erst mit der Sesshaft-Werdung des Menschen vor rund 12.000 Jahren ihren Anfang. Der Übergang des Menschen von der Jahrhunderttausende alten Lebensweise als Sammler und Jäger zum sesshaften Menschen brachte erstmals arbeitsteilige Tätigkeiten mit sich, die dem Hausbau, dem Ackerbau, der Viehzucht oder der Herstellung von Kleidung oder häuslichen Gebrauchsgegenständen (z. B. Töpfen oder anderen Gefäßen) dienten. Die Sesshaft-Werdung des Menschen bedeutete nicht nur die „Erfindung“ des Menschen als Arbeitskraft, sondern auch die Vermessung des „Wertes“ eines Menschen nach seiner Leistungsfähigkeit. Die menschliche Arbeit – und damit der Mensch selbst- konnte zur Ware werden, und tatsächlich wurden Menschen erst im Gefolge der Sesshaft-Werdung im großen Stile geraubt, verschleppt und als Sklaven verkauft.

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Joachim Bauers Buch „Arbeit“ zeigt die Arbeit des Menschen im Spannungsfeld zwischen Selbstverwirklichung einerseits und Entfremdung andrerseits. Beide Möglichkeiten haben den Menschen –seit der „Erfindung“ der Arbeit- immer schon begleitet. Bauers Buch bietet den Lesern/innen einen historischen Abriss der Geschichte der Arbeit. Im klassischen Altertum (Stadtstaaten im alten Griechenland, dann das römisches Imperium) war die Arbeit, vor allem wenn sie im Dienste anderer geleistet werden musste, wenig angesehen, anders als im Juden- und Christentum, wo die Arbeit nichts war, wessen man sich hätte schämen müssen. Die Kirchenväter hatten ihren Mönchen der mittelalterlichen Klöster das „Ora et Labora!“ (Bete und Arbeite!) aufgegeben (was viele Klöster nicht daran hinderte, sich trotzdem selbst Sklaven zu halten). Eine entscheidende weitere Aufwertung der Arbeit erfolgte, am Beginn der Neuzeit, durch den Protestantismus im Allgemeinen und Martin Luther im Besonderen. Luther sang nicht nur das Lob der Arbeit („Der Mensch ist zur Arbeit geboren wie der Vogel für das Fliegen“), sondern erklärte es darüber hinaus zu einem legitimen Ziel, durch Arbeit zu persönlichem Wohlstand zu kommen. Auch die weitere Entwicklung – über den britischen Empirismus und Liberalismus, über Sozialismus und Kommunismus bis hin zum deutschen Modell der sozialen Markwirtschaft und schließlich zum Neoliberalismus und „neuen Kapitalismus“ (Richard Sennett) – wird von Joachim Bauer nachgezeichnet. Im Zentrum von Joachim Bauers Buch „Arbeit“ steht aber nicht die Geschichte der Arbeit, sondern die moderne Arbeitswelt, in der die Arbeit einerseits die Möglichkeit von Selbstverwirklichung und Sinnfindung bieten und damit eine potentiell glücklich machende Funktion einnehmen kann, in der sie andrerseits aber auch mit dem Erleben von Sinnverlust, mit Entfremdung und Ausbeutung einhergehen kann. Im letzteren Falle ist sie nicht nur eine Quelle für Frustration und persönliches Unglück, sondern kann auch zum Ausgangspunkt für Erkrankungen werden. In welchem Besorgnis erregenden Umfang die Arbeit in unseren westlichen Ländern – und ganz spezifisch in Deutschland – tatsächlich bereits zu einer Ursache körperlicher und seelischer Gesundheitsstörungen geworden ist, zeigen dazu vorliegende aktuelle Statistiken, auf die Bauer (im dritten Kapitel seines Buches) ausführlich eingeht. Ausführliche Erläuterungen – gestützt auf die aktuelle wissenschaftliche Datenlage – finden sich dann speziell zum Thema Burnout-Syndrom und Depression, wobei die Unterschiede zwischen diesen beiden oft miteinander vermischten Störungsbildern im Buch klar herausgearbeitet werden. Einen besonders breiten Raum nimmt in Bauers Buch die Behandlung der Frage ein, welche Voraussetzungen am Arbeitsplatz –vor allem mit Blick auf die Gestaltung der Arbeitsumstände und die Qualität der Führung- gegeben sein müssen, damit Beschäftigte motiviert und gesund bleiben können. Dabei wird nicht übergangen, dass nicht nur Arbeitgeber, sondern auch die Beschäftigten selbst einen Beitrag leisten und – mit Blick auf ihre persönlichen Lebensstil-Verantwortung – für ihre Gesundheit übernehmen müssen. Die Arbeit, so das Resümee von Joachim Bauers Buch, kann im menschlichen Leben ein wichtiger Sinnstifter sein – sie sollte, so Bauer, jedoch nicht der einzige Sinnstifter sein! Bauers Buch plädiert für eine Balance zwischen Arbeit und Muße. „Die Arbeit“, so heißt es (S. 204), „kann, indem sie der Energie, der schöpferischen Lust und den Selbstverwirklichungsmöglichkeiten des Menschen ein fast grenzenloses Betätigungsfeld bietet, eine Quelle großen Glücks sein. […] Die Feinde der Arbeit sind dort zu suchen, wo Menschen in der Arbeit entwürdigt, mit sinnentleerten Arbeitsschritten beschäftigt, unter unmenschlichen Druck gesetzt, schlecht bezahlt oder zu seelenlosen Maschinen gemacht werden.“ Das Buch schließt mit einer Warnung „an die zunehmende Zahl derjenigen, die begonnen haben, die Arbeit wie eine Art Zwangsregime zu verinnerlichen oder sich bereits zu Arbeitssüchtigen entwickelt haben. […] Dem verinnerlichten Arbeitsübereifer ist politisch nicht beizukommen, zumal sich viele im „Pflichtrausch“ gar nicht unwohl fühlen – so lange bis sie ihr Körper […] auf eine Grenze hinweist. […] Für diese Gefahr zu sensibilisieren, war das mit diesem Buch verfolgte Ziel.“

 

Selbststeuerung die Wiederentdeckung des freien Willens Arbeit warum sie uns glücklich oder krank macht Schmerzgrenze vom Ursprung alltäglicher und globaler Gewalt Das Gedächtnis des Körpers wie Beziehungen und Lebensstile unsere Gene steuern Das kooperative Gen Evolution als kreativer Prozess Abschied vom Darwinismus Prinzip Menschlichkeit warum wir von Natur aus kooperieren Warum ich fühle, was Du fühlst Intuitive Kommunikation und das Geheimnis der Spiegelneurone Lob der Schule Sieben Perspektiven für Schüler, Lehrer und Eltern Die Alzheimer-Krankheit

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