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Joachim Bauer_Die Alzheimer-Krankheit

Dieses bereits in den 90er Jahren im renommierten Medizin-Verlag Schattauer erschienene Fachbuch hat seither nichts von seiner Aktualität eingebüßt, eher im Gegenteil: Das Buch war (und ist noch immer) seiner Zeit voraus. Der Grund: Bis zum heutigen Tag folgt der „Mainstream“ der akademischen Alzheimer-Forschung einem Pfad, der bereits von Aloys Alzheimer im Jahre 1911 in einer – aufgrund ihres großen Umfangs nur wenig gelesenen –Publikation ausdrücklich als Sackgasse erkannt worden war.

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Joachim Bauers Alzheimer-Buch zieht einen Bogen von den mit dem Namen Aloys Alzheimer verbundenen Anfängen zu Beginn des 20. Jahrhunderts bis zur Alzheimer-Forschung unserer Tage. Bauers Buch macht deutlich, dass bereits Aloys Alzheimer erkannte, dass winzige Klümpchen-förmige Ablagerungen außerhalb von Nervenzellen der Gehirnrinde, die vor hundert Jahren als „Drusen“ und heute als „Amyloid-Plaques“ bezeichnet werden, nicht die Ursache einer Demenz darstellen, sondern eine altersbedingte Begleiterscheinung sind. Amyloid-Plaques lassen sich – teilweise in erheblichem Ausmaß – auch in der Gehirnrinde von geistig bis zum Tode völlig gesunden Menschen finden. Die Entdeckung der Amyloid-Ablagerungen, auch dies wird oft falsch dargestellt, geht nicht auf Alzheimer, sondern auf seinen Kollegen Emil Redlich zurück. Bauers Buch erinnert den Leser an die Tatsache, dass die Entdeckung Aloys Alzheimers degenerative, als „neurofibrilläre Bündel“ bezeichnete Veränderungen innerhalb von Nervenzellen waren. Das Ausmaß der „neurofibrillären Degeneration“ korreliert mit dem Auftreten und dem Schwergrad der Demenz, ganz im Gegensatz zu den oben genannten Amyloid-Ablagerungen, die sich – teilweise in sehr großer Zahl – auch bei geistig gesunden alten Menschen finden lassen. Dies war der Grund, warum der damals einflussreichste deutsche Psychiater Emil Kraepelin, dessen ärztlicher Mitarbeiter Aloys Alzheimer über lange Jahre gewesen war, den Begriff der Alzheimer-Krankheit prägte. Viele Jahrzehnte nach diesen ersten Anfängen waren es dann Untersuchungen in neuerer Zeit, die eine starke Korrelation der Alzheimer-Demenz mit dem Untergang von Synapsen (den Kontaktstellen zwischen Nervenzellen) aufdeckten. Der Verlust von Synapsen im Bereich der Gehirnrinde ist – noch vor der neurofibrillären Degeneration – das am engsten mit dem Auftreten und dem Schweregrad einer Demenz korrelierte neuropathologische Merkmal. Synapsenuntergang und neurofibrilläre Degeneration hängen aller Wahrscheinlichkeit nach zusammen, die Neurofibrillen scheinen dem Synapsenverluust zu folgen. Wichtig für die Aufklärung der Ursachen der Alzheimer-Demenz wäre, so Joachim Bauers Plädoyer, die Ursachen für den Synapsenverlust und für die neurofibrilläre Degeneration zu klären. Zwei Gesichtspunkte verdienen, Bauer zufolge, besondere Beachtung: Erstens hängt der Erhalt von Synapsen, also der Kontaktstellen zwischen Nervenzellen, von ihrem Gebrauch ab („use it or lose it“). Zweitens ist starker und lange anhaltender psychischer Stress in der Lage, Nervenzellen zu schädigen. Daher untersuchte Joachim Bauer die Hypothese, ob Menschen, die in späteren Jahren an Alzheimer erkranken, im jüngeren und mittleren Lebensalter starken Stress erlebt haben und/oder einen psychosozial weniger aktiven Lebensstil gepflegt hatten. Für beide Annahmen fand Joachim Bauer durch eigene, in seinem Buch dargelegte Untersuchungen, Anhaltspunkte. Von Joachim Bauer – zusammen mit seiner Arbeitsgruppe – durchgeführte Untersuchungen führten zur Entdeckung eines Immunbotenstoffes (Interleukin-6), von dem aufgrund zahlreicher anderer Untersuchungen bekannt ist, dass er bei psychischem Stress vermehrt gebildet wird. Für die Entdeckung des Immunbotenstoffes Interleukin-6 in den Gehirnen von Alzheimer-Patienten wurde Joachim Bauer – zusammen mit dem Neuropathologen Prof. Benedikt Volk und mit Bauers seinerzeitigen Mitarbeiter Dr. Michael Hüll – mit dem Forschungspreis der Deutschen Gesellschaft für Biologische Psychiatrie ausgezeichnet. Weiterhin entdeckte Joachim Bauers Arbeitsgruppe ein Lebenslauf-Muster, welches mit einem erhöhten Risiko einer späteren Alzheimer-Erkrankung verbunden zu sein scheint. Haupt-Merkmale dieses Musters sind früh im Leben erlittene Traumatisierungen, eine sich daraus ergebende verminderte Autonomie in der mittleren Lebensphase und eine Zunahme von erlebtem Stress beim Übergang ins Alter bzw. im unmittelbaren Vorfeld des Einsetzens erster Symptome der Erkrankung. Andere Arbeitsgruppen (aus Japan und den USA) kamen zu ähnlichen Ergebnissen. Joachim Bauers Alzheimer-Buch bietet – auch wenn es inzwischen nicht mehr verlegt wird – auch heute noch einen aktuellen Überblick über die wesentlichen Kennzeichen und Ursachen der Alzheimer-Krankheit. Joachim Bauer, der nicht nur im Labor geforscht hat sondern über Jahre persönlich mit der ärztlichen Behandlung von Demenzpatienten befasst war, entwirft in seinem Alzheimer-Buch das Bild einer Krankheit mit einer langen, psycho-somatischen Vorgeschichte, die schließlich in einen neurobiologischen Prozess einmündet. Das Haupthindernis für den dringend benötigten Durchbruch bei der Alzheimer-Forschung sieht Bauer in der einseitigen Ausrichtung der Alzheimer-Forschung auf die Amyloid-Pathologie. Präventionsstrategien, so Bauer, seien möglich, aber nur wenn beachtet werde, dass soziale Erfahrungen das Gehirn des Menschen formen und insbesondere, dass negative Erfahrungen neurodegenerative Veränderungen nach sich ziehen können.

Selbststeuerung die Wiederentdeckung des freien Willens Arbeit warum sie uns glücklich oder krank macht Schmerzgrenze vom Ursprung alltäglicher und globaler Gewalt Das Gedächtnis des Körpers wie Beziehungen und Lebensstile unsere Gene steuern Das kooperative Gen Evolution als kreativer Prozess Abschied vom Darwinismus Prinzip Menschlichkeit warum wir von Natur aus kooperieren Warum ich fühle, was Du fühlst Intuitive Kommunikation und das Geheimnis der Spiegelneurone Lob der Schule Sieben Perspektiven für Schüler, Lehrer und Eltern Die Alzheimer-Krankheit

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